P&P Rollenspiele

Zum Ersten: Ja! Ich lebe noch, krass, gell?

Zum Thema…
Pen&Paper Rollenspiele, kennen wir sie nicht alle? *hüstel* Um ehrlich zu sein, kenne ich sie nicht mal so richtig. Deshalb erkläre ich euch mal, was denn so ein P&P Rollenspiel eigentlich ist. Und dann gibt’s Informationen zur neusten Enjor-Konzeptinnovation: Der Enjor Rollenspiel-Designer

Viele der moderneren gefilde werden wohl Computer-Rollenspiele kennen. Allen voran wahrscheinlich World of Warcraft, aber auch Final Fantasy, Dungeon Siege oder Dungeons and Dragons sind wohl einigen bekannt. Diese Spiele haben alle eines gemeinsam: Sie bauen auf dem Konzept von Pen and Paper Rollenspielen auf. Da das Konzept dieser Spiele sehr einfach auf den Computer zu adaptieren ist, waren die konzeptionell Runden- und Zufallsbasierten Spiele die ersten auf dem Computer. Selbst World of Warcraft ist immer noch so konzipiert, obwohl man die Rundenbasiertheit und auch den Zufall kaum noch spürt.
P&P RPGs (RPG = Role-Playing Game = Rollenspiel) werden, wie man wohl erwartet, nicht am Computer gespielt. Man spielt sie mit Papier, Stift (Wie der Name schon sagt) und Würfeln. Man versammelt sich in einer Gruppe, nimmt sich eine Aufgabe (oder so?) vor und spielt dann mit der reinen Vorstellungskraft und manchmal mit Gebietskarten. Einer aus der Gruppe ist der Spielleiter, auch Dungeon Master genannt, je nach Spiel. Er führt die Spieler durch die Szenerie und sagt, was wo wie wann und warum geschieht. Er spielt selber nicht mit. Jeder der Spieler hat einen Charakterbogen, da steht drauf, was der Spieler kann, welche Items er hat und wie es um seine Gesundheit steht. Diese Bögen werden während dem Spiel natürlich ständig aktualisiert.
So kann eine Rollenspiel Situation in etwa folgenermassen aussehen:
Spielleiter: „Ihr kommt in einen Raum mit 3 seltsamen Türen“
A: „Ich versuche mit meinem Dietrich (Item) die linke Tür zu öffnen“
Spielleiter: „Die Tür lässt sich nicht öffnen, jedoch scheinst du ein Fischwesen geweckt zu haben, welches aus der mittleren Tür auf dich zu rast“
B: „Ich greife das Fischwesen an um es von A abzulenken“
A: „Ich ziehe meinen Revolver (Item)“
Spielleiter: „Das Fischwesen greift B mit einer Schlagattacke zwischen 12 und 18 Schadenspunkten an. B, bitte würfle um deinen Schaden zu ermitteln“

Und das geht dann so weiter, bis man… naja, das ist eigenltich mein Problem, wie lange geht das eigentlich weiter? Weiss das jemand? Ich war bei zwei Rollenspielen (The Call of Cthulhu) mal dabei und habe irgendwie nie wirklich gecheckt, was das Ziel des ganzen eigentlich ist, wo der eigentliche Reiz ist. (Das verstehe ich übrigens auch bei WoW nicht, mein Reiz besteht bei WoW nur darin, neues dieser Welten zu sehen🙂 *haha*)

Wieee auch immer, ich bin mir nicht so sicher, wie klar jetzt ist, was ein P&P Rollenspiel ist. Aber irgendwie fasziniert mich die Idee dieser Spiele und ich würde gerne ein eigenes erfinden. Bei dieser Idee kam mir dann wiederum in den Sinn, dass ich kaum jemanden finden würde, der mit mir mein eigenes Rollenspiel spielen würde, gar einen Spielleiter sowieso nicht, diesen müsste ich wohl geben, was nicht Ziel des ganzen wäre🙂

Aus diesem Dilemma heraus habe ich dann das Konzept des Enjor Rollenspiel-Designers entwickelt. Eine online Applikation, mit welcher jeder ein PnP Rollenspiel designen kann. Mit eigenen Landkarten, eigenen Rätseln, eigenen „Monstern“, eigene Items – und so weiter. Schlussendlich kann man alles ausdrucken und „zusammenflicken“. Das ganze Konzept ist dann ein extrem einfach gehaltenes Rollenspiel, mit einfachen Standardregeln, welche es ermöglichen, ein Rollenspiel ganz allein (oder auch nur schon zu zweit) ohne Spielleiter zu spielen.

Das einzige (nebst der fehlenden Zeit), das mich von meinem Vorhaben abhält, ist der Punkt zu dem ich gelangt bin, an welchem sich die Frage stellt: Macht das überhaupt Spass und was ist eigentlich das Ziel eines Rollenspiels?

Dafür schreibe ich nun diesen langen Post. Und darum nun eine Frage an euch: Was ist das Ziel eines Rollenspiels? Und würde das überhaupt Spass machen, ein Spiel zu designen und dieses dann mit Freunden zu Spielen oder würde es schlussendlich werden wie Spore (Was nicht schlecht aber überraschungs-frei wäre)?

Mehr Infos und ein ausführliches Konzept gibt es bei Enjor Sandbox. (hier)

Greeez vom Pfoff

4 Antworten zu P&P Rollenspiele

  1. Lene sagt:

    Hallöchen Pfoffie! Ich würde es sicher mal ausprobieren und wünsche dir viel Spass beim Entwickeln!

  2. serafin sagt:

    Hallo,

    ganz so einfach gestaltet sich das designen eines Rollenspiels leider nicht. Ganz im Gegenteil. Die Mechaniken müssen ausgereift sein, sie müssen verständlich formuliert sein, sie dürfen in der Spielrealität nicht zu viel Zeit fressen und sollten leicht anwendbar sein.
    Die Hintergrundwelt sollte in sich selbst konsistent und interessant sein. Und die Beschreibung sollte wohl formuliert, durchdacht und gekonnt geschrieben sein, billige Möchtegernprosa gibt es auch so schon zuhauf. Sie sollte zum Spielen einladen und Lust auf mehr machen.
    08/15-Standardwelten gibt es schon zuhauf, Regelsysteme ebenso, aber nur wenige (in beiden Fällen) sind auch gut.
    Ein Rollenspiel schüttelst du ganz sicher nicht mal eben aus dem Ärmel, mit einer kleinen App schon zweimal nicht. Genausowenig wie du das mit einem guten Buch, einem tollen Brettspiel oder einem gescheiten PC Game machst.

    Falls dich das Thema Rollenspiel aber wirklich interessiert solltest du die Blutschwerter (www.blutschwerter.de) und/oder das Tanelorn (www.Tanelorn.net) aufsuchen, die zwei größten deutschen Comunities in dem Bereich.

  3. greifenklaue sagt:

    schön, dass es noch P&P-Rollenspieler in den Weiten des Netzes geht. ergänzend zu serafin – das FERA ist ein kollektiv freier Rollenspielautoren und -weltenbauer.

  4. Alexander sagt:

    Ziel des Spiel ist… ähm.. also wir…ähm.. Spass! Man könnte nun mal Kegeln oder Kino gucken, aber wir (=meine Gruppe und ich) spielen halt P&P (genau D&D 4.0, obwohl es doch eher in die Richtung Action geht und wir mehr Blödsinn machen.)

    Apropopo Blödsinn: Der Vorteil bei einem P&P ist, dass man nicht eingeschränkt in den Möglichkeiten ist.

    Spielleiter:“Ihr steht im Wald. Links und rechts gehen zwei Wege.“
    Spieler: Wir zünden den Wald an und gehen gerade aus.
    Spieleiter: „Der Wald ist zu nass“
    Spieler: Dann beschwören wir uns Tiere, die uns tragen.

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